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Das Fan-Herz schlägt für Werder Drucken E-Mail
Bramscher Nachrichten vom 16.6.2007 

"Am Anfang steht sie vor einem wie ein Berg. In der Mitte macht es Spaß, und gegen Ende freut man sich einfach nur, wenn sie fertig ist." Was Anne Kroesen so umschrieb, war die Jahresarbeit, die sie und vier weitere Zwölft-klässler am Donnerstag in der Johannesschule Evinghausen präsentierten.

Fast ein ganzes Schuljahr lang kam es darauf an, sich überwiegend zu Hause und selbstständig einem frei gewählten Thema zuzuwenden. Bei Anne lautete es "Reitsport und Fitness". Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler hatten sich unter anderem für den Bau eines Verstärkers, "Werder Bremen", "Römische Thermen" oder "50 selbst verfasste Gedichte" entschieden.

Für den Lehrer Sven Streich-Bruning besitzen die Jahresarbeiten seiner Klasse ein hohes Maß an pädagogischem Sinngehalt. Es gilt, Anstrengungen durchzustehen, Überwindung und Durchhaltevermögen zu trainieren. "In die Welt zu schauen und sich vertieft mit einer Sache zu beschäftigen" ist ein weiteres Anliegen solcher Arbeiten, die in den Schulen auf der Grundlage der Waldorfpädagogik von Rudolf Steiner in der 11. oder aber, wie bei der Johannesschule, in der 12. Klasse auf dem Lehrplan stehen.

Hiermit sollen Fähigkeiten für das Leben entwickelt und quasi ein kleines Gesellenstück innerhalb der Schullaufbahn gefertigt werden. Auf diese Weise entstehen jedes Mal einzigartige Projekte, die den Jugendlichen Selbstvertrauen und Bestätigung vermitteln. Über das reine Projekt hinaus profitieren aber auch andere Schulfächer von den Jahresarbeiten. Wer sich intensiv mit dem Bau eines Verstärkers beschäftigt hat, muss zwangsläufig in Mathematik und Physik tiefer in die Materie einsteigen, als dies im normalen Unterricht der Fall gewesen wäre.

Für Eltern, Lehrer und Freunde sind die Präsentationen der Jahresarbeiten immer auch eine gute Gelegenheit, die Heranwachsenden auch einmal von einer bisher unbekannten Seite kennenzulernen. Andreas Molitor konnte zum Beispiel durchaus glaubhaft vermitteln, warum seine Begeisterung den Werderanern gilt. "Bei den Bremern gibt es dauernd Auf und Abs, und schließlich will man ja auch mal zwischendurch leiden", lautete die Botschaft des jungen Mannes.

 
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