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Bänker greifen zur Maibaumkrone Drucken E-Mail
Bramscher Nachrichten vom 29.5.2007

Der Jubel, der am Freitagabend im Alando ausbrach, dürfte selbst in der feiererprobten Diskothek seinesgleichen suchen: Als Moderator An-dreas Heinzgen den Sieger im Maibaum-Wettbewerb der "Neuen Osnabrücker Zeitung" nannte, gab es kein Halten mehr. Der Evinghausener Bänkerverein hat den Griff zur heiß ersehnten Maibaumkrone geschafft.

MaibaumSo schön kann Siegen sein: Die junge Truppe des Bänkervereins aus Evinghausen wurde für ihren Maibaum mit dem ersten Platz im Wettbewerb der Neuen OZ belohnt. Für die feierfreudige Gruppe nahm Lars Bruning die Urkunde entgegen. Im nächsten Jahr wollen die Jungs noch eine Schippe drauf legen. Ihr Motto: Stillstand ist Rückschritt. Foto: Klaus Lindemann
Als hätten sie es geahnt! Mit frisch bedruckten Hemden waren die Mitglieder des Evinghausener Bänkervereins ins Alando gekommen. Just am Nachmittag war der Clubdress mit aufgedruckter Bank und Aufschrift "Die Bänker" fertig geworden. Ob an diesem Abend noch jemand im beschaulichen Evinghausen geblieben war? Dem Jubel nach, den Bänker und der mit dem Bus angereiste Fanclub vom Stapel ließen, können es nicht viele gewesen sein.

Der mit Liebe zum Detail und zahlreichen Raffinessen ausgestattete Maibaum, den die junge Truppe in den Wettbewerb geschickt hatte, hat die Jury restlos überzeugt. Knapp geschlagen, rangiert der Vorjahressieger, das Maibaum-Team Haltern aus Belm, auf dem zweiten Platz. "Wir hatten schon alle drei ersten Plätze", freute sich Hilde Radloff über das erneute gute Abschneiden und verriet, dass diese Platzierung und der damit verbundene Preis - Besichtigung der Herforder Brauerei - in diesem Jahr für ihre Gruppe einen entscheidenden Vorteil habe: "Wir wollten so gerne mal nach Herford." "Wir gönnen den Bänkern den Sieg und freuen uns mit ihnen", pflichtete ihr Raimund Geersmeyer bei.

Fairness hatten auch die Bänker bewiesen. Sie hatten sich den Baum in Belm angesehen und ihren Mitbewerbern im Gästebuch, das sich am Baum befand, viel Glück für den Wettbewerb gewünscht.

Der Reit- und Fahrverein Fürstenau, Seriensieger in den ersten beiden Wettbewerbsjahren, schaffte es nach einem Jahr Maibaum-Abstinenz gleich wieder auf den dritten Platz. Aber auch die Nachbarschaft Drei-Länder-Eck aus Georgsmarienhütte (Platz 4) und die Osnabrücker Nachbarschaft Hasenheide (Platz 5), alte Bekannte im Neue-OZ-Maibaumwettbewerb, sowie die weiteren Platzierten hatten bei der Ausgestaltung ihrer Bäume alles gegeben. "Die Spitzengruppe lag sehr dicht zusammen", bilanzierte Neue-OZ-Redakteur und Co-Moderator Stefan Alberti für diesen fünften Maibaum-Wettbewerb, an dem insgesamt 135 Teams teilnahmen. Feine Details hätten bei der Bewertung den Ausschlag gegeben.

Einen Sonderpreis vergab Heinzgen unter dem Jubel der Gäste für die Leistung der "Nachbarschaftschaoten Dingbank" aus Bad Iburg. Den Kranz ihres Baumes hatten unfreundliche Wettereinflüsse dahingerafft. Bei strömendem Regen hatten die Männer der Truppe ihn wieder angebracht - nur leider war die Jury kurz zuvor schon da gewesen, als der Kranz am Boden lag.
 
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